
Australien……………………….
8. Januar. 201217 Tage Urlaub mit Camp trailer und Co.
Am 25.12 hat der Urlaub angefangen und es ging Richtung Cessnock, Singleton, Nyngan. Der erste Uebernachtungsplatz war ein Campingplatz in Cobar. Dort haben wir eine Redbackspider sowie eine 6cm lange Motte gesehen. Am naechsten Morgen hatte es geregnet und als es aufhoerte, wurde schnell zusammengepackt und dann gings weiter. An der Tankstelle hatte ich die ersten 2 Aboriginals gesichtet.
Nach einer Weile Autofahrt hatten wir in Emmdale Roadhouse Rast gemacht und den Cappuchino genossen. Die Besitzer von dem Roadhouse sind ein Ehepaar mittleren Alters ( 51,57). Sie bewirtschaften das Roadhouse erst seit 2 Jahren und hatten zu dieser Zeit einen deutschen und englischen Backpacker eingestellt. Die 2 hatten schon 2 Monate dort gearbeitet und wollten nur noch 2 Wochen dort sein. Sie kommen um vor Langeweile, sie wollen bis Juni in Australien bleiben und moechten noch weitere 2 Monate in Amerika verbringen. Die Landschaft war ohne Berge, jedoch sind Buesche und Emus, Kaenguruhs sowie Ziegen vorhanden. Auf der Strasse sah man tote Kaenguruhs, Wombats (kleiner Baer) und Warzenschweine.
Nach der Rast ging es Richtung Wilcannia. Oh Gott, das ist eine richtige verlassene Geisterstadt, kaum Menschen leben dort und manche Haeuser sehen aus wie Ruinen. In dieser Outbackstadt sind die Gebauede von der Schule, Polizei, Post und Kirche die schoensten. Es sind noch 60 km zu Broken Hill. Das Land ist karg, man sieht keine Baeume. Die Strasse die nach Broken Hill fuehrt, ist gerade und am Horizont sieht man kein Ende. Ab und zu kommt ein Hinweisschild, man darf keine Fruechte einfuehren (Parasitenuebertragung). Der Himmel ist strahlend blau, 30 Grad und windig.
Broken Hill ist eine abgelegene , saubere und grosse Minenstadt (Zink, Silber, Blei). Der Campingplatz war mit einem Pool ausgestattet. Die Naechte sind kalt in der Wueste. Naechsten Morgen gings Richtung Flinder’s Ranch National Park in South Australia. Auf dem Weg dorthin sind viele Emus zu sehen. Und was war dann….. wer nicht will muss fuehlen…. wir bekamen unseren ersten Anschiss, die Quarantaene Station hat uns unsere Aepfel, Nektarinen, Heidelbeeren sowie den Salat abgenommen. Wir hatten die Fruchtfliegenuebertragung nicht zu ernst genommen.
Flinder’s Ranch National Park in Wilpena/South Australia ist empfehlenswert. Auf dem Campingground huepften die Kaenguruhs und die sanitaeren Anlagen waren gut. Die Landschaft ist buschig, bergig und gut zum Wandern.
Nach einer Uebernachtung geht es weiter nach Coober Pedy und zum ersten Mal war eine Schlange auf der Strasse zu sehen. Wir hatten eine Pause in Moree (Outbackdorf). Wirklich einsam und die Hitze ist als trocken heiss zu empfinden, jedoch sehr angenehm. Es ging dann Richtung Williams Creek und wirkllich gesagt, was fuer ein oeder und einsamer trip dorthin. Die Landschaft dort ist flach und immer das gleiche Bild. In Willliams Creek gibt es ein Pub. Das ist das highlight dort. Sonst zu beschreiben als richtiges, verlassenes und oedes Outbackdoerfchen. Im Pub sind die Waende vollgekleistert mit Grusskarten sowie Kappen und allerlei Zeugs von fremden Laendern. Dort, man kann es nicht glauben, waren 2 deutsche Paare. Das Pub war nicht voll, aber im verlassensten Nest sieht man Deutsche.
Nach einer Pause ging es weiter nach Coober Pedy. Noch 25 km…..der Sandboden hat sich in tief, dunkel- rotbraun verwandelt. Coober Pedy ist eine alte Opalstadt mit 2000 Einwohnern und man kann es nicht glauben, dort findet man 45 Nationalitaeten. Man sieht viele Aboriginals rumhaengend im Schatten vor den Supermaerkten…. die meisten arbeiten nicht ( werden vom Staat unterstuetzt) und viele haben Alkoholprobleme. In den abgelegenen Wohnorten findet man schlecht Arztpraxen und deswegen ist die medizinische Versorgung nicht gut. Der Gesundheitszustand von Menschen mit niedrigen sozialen Status ist schlecht und deswegen haben die meisten keine hohe Lebenserwartung. Der Zahnarzt kommt einmal im Monat nach Coober Pedy und die, die es sich leisten koennen , werden ihn in Anspruch nehmen. Die meisten Menschen dort koennen sich kein Obst und Gemuese kaufen, zu teuer. Das Outback ist nicht attraktiv genug, um medizinisches Personal in die Wueste zu locken. Jedoch hatte ich eine Ambulanzstation gesichtet. Der Rettungssanitaeter arbeitet 5 Tage im Outback und hat dann wieder fuenf Tage frei ( und das im Wechsel). In meinem Sozialkunde Examen hatte ich einen Aufsatz ueber den Gesundheitszustand von Menschen mit niedrigen sowie hohen Lebensstandart zu schreiben.
Die historische Opalmine sowie das Museum war sehr sehenswert. Die 34 jaehrige Frau die dort arbeitet, hat mir ihre Lebensgeschichte erzaehlt. Sie kam mit 16 Jahren in Begleitung ihrer Mutter nach Coober Pedy. Zu dieser Zeit hatten sie ihren Urlaub dort geplant, jedoch zog die Mutter weiter und die damals sechzenjaehrige hatte sich entschieden alleine in Coober Pedy zu bleiben. Durch ihre 2 Arbeitsstellen hatte sie ihre Wohnung halten koennen und wie es so ist, hat sie dort ihren Mann erblickt und geheiratet. Jetzt ist sie Mutter von 2 Jugendlichen und einen fuenfjaehrigen Sohn. Die grosse Tochter studiert weiter, sie findet keinen Job in Coober Pedy. Die Frau moechte nicht immer in Coober Pedy wohnen , jedoch ihr Mann kann sich nichts anderes vorstellen als dort zu wohnen.
In einem Underground Coffeeshop hatten wir einen Kaffee getrunken. Der Besitzer war sehr nett und er ist schottisch/italienische Abstammung. Er bewirtschaftet ein Restaurant und nebenbei verkauft er Aboriginal Kunst. Die Haueser in Coober Pedy sind zum groessten Teil in Felsen gebaut. Es wird bis zu 45 Grad warm in Coober Pedy. Die Kinder, die dort leben, langweilen sich. Sie haben nur ihre Schule und es gibt keinen Sportverein sowie einen Jugendclub. Das einzige ist ein oeffentliches Schwimmbad, das wird im Sommer nach der Schule bis zum abwinken genutzt.
Der Campingplatz in Coober Pedy war schon enttaueschend. Der grosse Campground war geschlossen und alle wurden auf dem kleinen Campground untergebracht. 40 Dollar sowie 20 cents fuer jede Dusche. Zuletzt kam ein Bus zum Campground, sowas habe ich noch nie gesehen. Ein riesengrosser roter Bomber mit 30 Leuten drinnen, Schlafkabinen 80 cm mal 80cm und die Essenstoepfe riessengross um die Meute von Leuten zu saettigen. Der Bus startete von Perth und das Ziel ist Sydney.
Naechsten Morgen gings Richtung Adelaide( Adelaide hat viele Seen) und wir bekamen eine Uebernachtungsmoeglichkeit in Port Germein, ein kleines Provinznest am Meer. Dort gibt es den laengsten Holzsteg in Australien. Bekannt ist, dass die Leute dort Krebse fangen. In Port Germein gibt es einen kleinen Tante Emma Laden und die alten Besitzer waren sehr nett. Die Frau hat mit soviel Liebe den Kaffee gemacht, das hat ewig gedauert……. In Adelaide hatten wir Silvester gefeiert. Wir wurden von einem deutschen Ehepaar eingeladen. Der Mann arbeitet als Koch in Coober Pedy( 2 Wochen Schicht). Er stellt selbst sein Brot sowie seinen Joghurt her. Zu Silvester gab es Huhn, Kartoffel und Gemuese. Gegen 21.30 wurde ein Silvesterfeuerwerk am Strand veranstaltet.
Am naechsten Morgen ging es Richtung Beachport/Meer. Der Abend war kalt und das naechste Ziel war Richtung Melbourne. Zu dieser Zeit wurden schon 3700km gefahren und nach einer Uebernachtung in Peterborough haben wir die 12 Apostel besichtigt. Wenn man die Ocean Beach Road in Victoria besichtigt, ist die Landschaft bergig, viel gruen und natuerlich nicht zu vergessen, die atemberaubenden Steilkuesten. Naechste Stop war Bachus Marsh. Auf dem Campingplatz war es ruhig und direkt vorm Zeltplatz war ein grosser Vogelkaeftig. Sowas hatten wir auch noch nicht……aber schoen. Nachts hatten wir aber unsere Ruhe. Sehr wichtig!!!!!!!
Naechsten Morgen ging es Richtung Eildon National Park. Sehr schoener Nationalpark mit See, die sanitaeren Anlagen waren der Knaller. Nicht empfehlenswert, jedoch campen in der Natur ist schoen. Abends huepften die Kaengeruhs direkt vorm Zelt . Die Nacht war bitterkalt. Am naechsten Morgen ging es Richtung Snowy Moutains. In Corryong hatten wir einen schoenen Campingplatz zum uebernachten, mit einem schoenen Fluss und viele saftige gruene Wiesen und Baeume.
Bungonia State Conversation Area war die letzte Uebernachtung. Schoener Nationalpark im Busch , sehr empfehlenswert. Mitten in der Nacht wurde ich geweckt und hatte schon befuerchtet, dass ein Dingo draussen sein Unwesen treibt. Am Schluss hatte sich heraussgestellt, dass ein grosses, fettes Possum sich an den Muellsack zu schaffen gemacht hat. Es hat ein Reststeak gefunden und hat sich beim Fressen nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Am naechsten Morgen, nach drei Stunden, wurde Umina angefahren. Zuletzt hatten wir 6000 km hinter uns. Australien ist sehr unterschiedlich was die Landschaft betrifft, natuerlich hat man viel zu fahren, jedoch ist es eine Reise wert.
Bis denn
Simone










